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KI-Roadmap erstellen: Von Use Cases zur umsetzbaren Reihenfolge

Von Philip Schenk-HanaStand: 17. Juli 2026
Kurz beantwortet

Eine KI-Roadmap enthält vier Bausteine: eine bewertete Use-Case-Liste mit Priorität und Abhängigkeiten, eine zeitliche Sequenz aus Pilot- und Skalierungsphasen, einen parallelen Governance-Track für Datenschutz, KI-Kompetenz und AI-Act-Pflichten sowie messbare Meilensteine je Use Case. Sie ist kein einmaliger Plan, sondern ein rollierendes Portfolio, das quartalsweise anhand von Piloten-Ergebnissen und neuen Prioritäten nachgeschärft wird.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine KI-Roadmap hat 4 Bausteine: bewertete Use-Case-Liste, zeitliche Sequenz, Governance-Track und messbare Meilensteine.
  • Priorisiere über 2 Achsen: Wirkungshöhe und Abhängigkeitsgrad, nicht nach theoretischem Potenzial.
  • Plane pro Quartal nur 1 bis 2 Piloten mit fester Laufzeit und vorher definierten Erfolgskriterien.
  • Die Roadmap ist ein rollierendes Portfolio und wird quartalsweise anhand der Piloten-Ergebnisse nachgeschärft.

Eine KI-Roadmap scheitert selten an fehlenden Ideen. 54,5 % der deutschen Unternehmen nutzen laut ifo-Konjunkturumfrage vom Mai 2026 KI in ihren Geschäftsprozessen, nach 40,9 % im Jahr davor. Das Problem liegt woanders. Wenn fünf Fachbereiche gleichzeitig mit eigenen KI-Ideen kommen, konkurrieren sie um dieselbe Aufmerksamkeit, dasselbe Budget und dieselben knappen IT-Kapazitäten. Ohne gemeinsame Reihenfolge entsteht kein Portfolio, sondern ein Stau aus Einzelinitiativen. Es gewinnt die lauteste, nicht die wirksamste.

Dieser Artikel beantwortet die Kernfragen einer KI-Roadmap im Zusammenhang. Was gehört hinein, wie priorisierst du Use Cases, wie planst du Piloten, welche Governance-Arbeit läuft parallel, und wie wird Fortschritt messbar? Er richtet sich an Geschäftsführung, Operations, IT und Fachbereiche in KMU, die mehrere KI-Ideen im Haus haben und daraus eine belastbare Reihenfolge statt eines weiteren Foliensatzes machen wollen. Die vorgelagerte Frage, wie du überhaupt Use Cases sammelst und dein Unternehmen aufstellst, behandelt der Cluster-Artikel KI-Strategie.

Direkte Antwort: Was gehört in eine KI-Roadmap?

Eine KI-Roadmap enthält 4 Bausteine. Erstens eine bewertete Use-Case-Liste mit Priorität und Abhängigkeiten. Zweitens eine zeitliche Sequenz aus Pilot- und Skalierungsphasen. Drittens einen parallelen Governance-Track für Datenschutz, KI-Kompetenz und AI-Act-Pflichten. Viertens messbare Meilensteine je Use Case.

Entscheidend ist: Die Roadmap ist kein einmaliger Plan, sondern ein rollierendes Portfolio. Fertig ist sie nie. Sie wird quartalsweise nachgeschärft, wenn Piloten Ergebnisse liefern und sich Prioritäten verschieben. Die folgenden Abschnitte gehen jeden Baustein einzeln durch.

Begriffe kurz geklärt

In Roadmap-Diskussionen werden 4 Begriffe oft vermischt.

  • KI-Strategie ist die grundsätzliche Entscheidung, wo KI im Geschäft in den nächsten 1 bis 3 Jahren Wirkung entfalten soll: die Leitplanken, innerhalb derer die Roadmap arbeitet.
  • KI-Roadmap ist die konkrete, zeitlich geordnete Umsetzung dieser Strategie: welcher Use Case wann, mit welchen Abhängigkeiten und welchem Ressourceneinsatz.
  • Use Case ist ein einzelner, abgegrenzter Anwendungsfall innerhalb der Roadmap: nicht „KI im Vertrieb“, sondern „Angebotsentwürfe aus CRM-Daten generieren“.
  • Governance ist die Querschnittsarbeit neben den einzelnen Use Cases: Datenschutz, Nutzungsregeln, Kompetenzaufbau, regulatorische Pflichten. Sie ist kein eigener Punkt am Ende, sondern eine Spur, die von Anfang an mitläuft.

Wichtig ist die Abgrenzung nach unten. Eine Liste von zehn KI-Ideen mit Sternchen-Bewertung ist noch keine Roadmap. Eine Roadmap braucht Sequenz (was zuerst), Abhängigkeiten (was setzt was voraus) und Entscheidungspunkte (wann wird neu bewertet).

Was gehört im Detail hinein?

Über die kurze Antwort hinaus lohnt der Blick auf die 4 Bausteine im Einzelnen. Hier zeigen sich die häufigsten Lücken.

1. Die bewertete Use-Case-Liste. Nicht jede Idee, die im Unternehmen kursiert, gehört auf die Roadmap. Dorthin gehören Use Cases, die einen Bewertungsprozess durchlaufen haben (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Eine Roadmap ohne Bewertungslogik ist eine Wunschliste.

2. Die Sequenz. Welcher Use Case läuft zuerst, welcher baut auf welchem auf, welche laufen parallel, weil sie unterschiedliche Teams betreffen. Abhängigkeiten sind der meistübersehene Punkt. Ein Use Case zur automatisierten Rechnungsprüfung ist nutzlos priorisiert, wenn die Belege noch gar nicht digital erfasst werden. Das ist dann kein KI-Projekt, sondern zuerst ein Digitalisierungsprojekt.

3. Der Governance-Track. Parallel zu den fachlichen Use Cases läuft eine zweite Spur: Datenschutzprüfung, KI-Nutzungsrichtlinie, Kompetenzaufbau, regulatorische Vorbereitung. Diese Spur hat eigene Meilensteine, die nicht von einzelnen Use Cases abhängen.

4. Messbare Meilensteine. Jeder Use Case braucht vorher definierte Kennzahlen und einen Zeitpunkt, an dem geprüft wird, ob er sie erreicht hat. Ohne das bleibt „Fortschritt“ eine gefühlte Aussage.

Was ausdrücklich nicht hineingehört: eine vollständige Liste aller irgendwann denkbaren KI-Anwendungen im Unternehmen. Eine gute Roadmap zeigt die nächsten 2 bis 4 Use Cases im Detail und hält den Rest als grobe Themenliste, die sich mit jedem Quartal neu sortiert. Alles andere ist Planungstheater für eine Zukunft, die sich ohnehin ändert.

Wie priorisiert man Use Cases?

Der klassische Fehler: Use Cases nach ihrem theoretischen Potenzial sortieren („das bringt am meisten Umsatz“) und die nötige Vorarbeit ignorieren. Eine Roadmap braucht deshalb 2 Achsen statt einer, nämlich Wirkungshöhe und Abhängigkeitsgrad. Unsere Sequenzierungs-Matrix (eigenes Modell Philogic Labs) ordnet jeden Use Case einem von 4 Feldern zu.

  • Quick Win (hohe Wirkung, geringer Abhängigkeitsgrad): Daten und Systeme sind vorhanden, also zuerst einplanen, gut als erster oder zweiter Pilot.
  • Fundament zuerst (hohe Wirkung, hoher Abhängigkeitsgrad): Wirkung groß, aber Vorarbeit wie Datenaufbereitung oder Systemanbindung nötig. In die Roadmap aufnehmen, aber hinter das Fundament-Projekt setzen.
  • Später (geringe Wirkung, geringer Abhängigkeitsgrad): machbar, aber kein Prioritätstreiber, eher Lückenfüller oder Lernprojekt.
  • Vermeiden (geringe Wirkung, hoher Abhängigkeitsgrad): hoher Aufwand für geringen Nutzen, von der Roadmap streichen oder auf „Beobachten“ setzen.

Die Matrix unterscheidet sich bewusst von einer reinen Nutzen-Machbarkeits-Bewertung einzelner Use Cases. Sie sortiert für die Reihenfolge im Portfolio, nicht nur für die Frage, ob ein Use Case gut oder schlecht ist. Ein Use Case im Feld „Fundament zuerst“ ist nicht schlecht bewertet. Er braucht nur einen vorgelagerten Schritt, bevor er reif für einen Piloten ist. Die Bewertung einzelner Use Cases behandelt der Artikel zu KI-Use-Cases im Detail, während die Roadmap-Sequenzierung zusätzlich die Abhängigkeiten zwischen den Use Cases berücksichtigt.

In der Praxis reichen meist 2 bis 4 Use Cases im Feld „Quick Win“ für eine erste Roadmap-Iteration von 2 bis 3 Quartalen. Alles Weitere wandert als grobe Idee in ein Backlog und wird bei der nächsten Nachschärfung neu bewertet. Prioritäten von heute sind selten die von in einem Jahr.

Wie plant man Piloten?

Jeder priorisierte Use Case startet als Pilot, nicht als direkter Rollout. Ein gut geplanter Pilot hat 4 feste Eigenschaften.

  • Enger Scope: ein Prozess, ein Team, keine Parallelversion für „falls das nicht klappt“.
  • Feste Laufzeit: als grobe Bandbreite für KMU 6 bis 12 Wochen, abhängig von der Integrationstiefe.
  • Vorher definierte Erfolgskriterien: nicht „fühlt sich gut an“, sondern konkrete Kennzahlen (mehr dazu im Abschnitt zur Messbarkeit).
  • Ein echtes Enddatum mit Entscheidung: ausrollen, anpassen oder einstellen.

Je enger der Scope, desto klarer das Ergebnis. Ein Workflow auf Basis bestehender Tools ist schneller startklar als eine Anbindung an ein gewachsenes ERP-System. Und „einstellen“ muss ein zulässiges Ergebnis sein. Sonst ist der Pilot in Wahrheit ein verkappter Rollout ohne Prüfung.

Für die Roadmap-Planung wichtig: Plane pro Quartal in der Regel nur 1 bis 2 Piloten gleichzeitig ein, nicht 5. Die knappe Ressource ist fast nie das Budget, sondern die Zeit der Person, die den Use Case fachlich verantwortet. Parallele Piloten verwässern die Aufmerksamkeit, und am Quartalsende ist keiner davon sauber ausgewertet. Wie du einen einzelnen Piloten im Detail aufsetzt, von Testgruppe bis Auswertung, vertieft der Cluster-Artikel zum KI-Pilotprojekt.

Welche Governance-Arbeit läuft parallel?

Governance ist auf der Roadmap kein Punkt am Ende, sondern eine eigene Spur von Anfang an. Typischerweise gehören 4 Arbeitspakete hinein.

1. Datenschutz und Auftragsverarbeitung. Vor dem ersten produktiven Einsatz mit personenbezogenen Daten: Rechtsgrundlage klären, Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter prüfen, bei Bedarf eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Das gehört in den Roadmap-Meilenstein „Pilot-Start“ und wird nicht danach nachgereicht.

2. Eine kurze KI-Nutzungsrichtlinie. Welche Daten dürfen in welche Tools, wer prüft neue Anbieter, welche Ausgaben dürfen ungeprüft nach außen? Eine verständliche Seite, die alle kennen, wirkt gegen Schatten-KI zuverlässiger als ein Verbot, das niemand liest.

3. KI-Kompetenzaufbau. Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, für ausreichende KI-Kompetenz der Beschäftigten zu sorgen. Für KMU ohne eigenes Schulungsbudget gibt es ein kostenfreies, anbieterneutrales Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz über die Mittelstand-Digital-Zentren. Bundesweit sind dort rund 100 KI-Trainerinnen und -Trainer im Einsatz, mit Workshops, Betriebsbesuchen und Vorträgen zur KI-Einordnung.

Wer das Thema intern und praxisnah vertiefen will, findet in unseren Schulungen ein passendes Format.

4. Regulatorische Vorbereitung auf den AI-Act-Zeitplan. Nach der offiziellen Umsetzungs-Timeline der Europäischen Kommission gelten ab dem 2. August 2026 die Transparenzpflichten aus Artikel 50 breiter.

Ab dem 2. Dezember 2027 folgen die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III. Ab dem 2. August 2028 greifen die Regeln für Hochrisiko-KI in bereits regulierten Produkten nach Anhang I.

Für die meisten KMU-Use-Cases mit Sprachmodellen sind das aktuell keine Hochrisiko-Anwendungen. Sobald KI aber Entscheidungen über Menschen vorbereitet, etwa bei Bewerbungen, Kreditvergabe oder Leistungsbewertung, gehört eine Einstufungsprüfung fest in den Governance-Track. Diese Angaben ersetzen keine Rechtsberatung (Stand Juli 2026). Verbindliche Details liefert die Europäische Kommission über den offiziellen AI Act Service Desk.

Governance ohne eigene Meilensteine verschwindet in der Praxis fast immer hinter den lauteren fachlichen Piloten. Deshalb gehört sie mit eigenen Terminen auf dieselbe Roadmap, nicht in ein separates Compliance-Dokument, das niemand mit der Umsetzung verknüpft.

Wie wird Fortschritt messbar?

Eine Roadmap ohne Messung ist eine Absichtserklärung. Messbarkeit funktioniert auf 2 Ebenen.

Ebene 1: pro Use Case. Jeder Pilot braucht vorher festgelegte Kennzahlen, gemessen vor und nach dem Einsatz. Typische Beispiele sind Bearbeitungszeit pro Vorgang, Fehlerquote, Durchlaufzeit oder Nutzungsgrad durch das Team. Welche Kennzahl passt, hängt vom Use Case ab. Wichtig ist nur, dass sie vor dem Pilotstart feststeht und nicht danach passend konstruiert wird.

Ebene 2: über das gesamte Portfolio. Quartalsweise lohnt ein kurzer Statuscheck der gesamten Roadmap gegen die ursprüngliche Priorisierung. Welche Use Cases sind abgeschlossen, welche laufen, welche wurden bewusst eingestellt, welche neuen sind hinzugekommen? Das ist kein aufwändiges Reporting, sondern eine halbe Seite, die Geschäftsführung und Use-Case-Owner gemeinsam durchgehen.

Was hier ausdrücklich nicht funktioniert: eine unternehmensweite „KI-Erfolgsquote“ oder eine pauschale Einsparzahl über alle Use Cases hinweg. Die einzelnen Anwendungsfälle sind zu unterschiedlich, um sie auf 1 Kennzahl zu verdichten, und wer dir eine solche Zahl vor Beginn der Piloten verspricht, hat sie erfunden. Nicht gemessen.

Umsetzung: Die Roadmap als Board

Eine Roadmap als PDF im Laufwerk veraltet innerhalb eines Quartals. In der Praxis funktioniert ein einfaches Board deutlich besser, ob als Tabelle, Kanban-Board oder Projektmanagement-Tool. Es lädt zum Nachschärfen ein statt zum Archivieren. Unsere Roadmap-Board-Vorlage (eigenes Template Philogic Labs) nutzt pro Zeile 7 Spalten: Use Case, Matrix-Feld, Abhängigkeiten, Zeitraum, Owner, Governance-Bezug und Status.

So sehen 4 gefüllte Beispiel-Zeilen aus.

  • „Support-Mails kategorisieren und Entwürfe erstellen“: Quick Win, keine Abhängigkeiten, Q1 mit 8 Wochen Pilot, Owner Fachbereich Support, Datenschutzprüfung Kundendaten, Status „Pilot läuft“.
  • „Angebotsentwürfe aus CRM-Daten“: Quick Win, Abhängigkeit „CRM-Datenqualität geprüft“, Q1 bis Q2, Owner Vertrieb, Nutzungsrichtlinie Kundendaten, Status „Geplant“.
  • „Automatisierte Rechnungsprüfung“: Fundament zuerst, digitale Belegerfassung fehlt noch, Q3 nach dem Fundament-Projekt, Owner Finance/IT, Status „Backlog“.
  • „Absatzprognose mit KI“: Vermeiden, historische Daten unvollständig, kein Zeitraum, Status „Beobachten“.

So oder ähnlich: Die konkreten Spalten passt du an dein Unternehmen an. Entscheidend sind 4 Dinge: Matrix-Feld aus der Priorisierung, sichtbare Abhängigkeiten, ein Governance-Bezug pro Zeile und ein regelmäßig aktualisierter Status.

Der Rhythmus, der sich in der Praxis bewährt: die ersten 1 bis 2 Piloten im Detail planen, den Rest grob im Backlog halten. Das Board gehst du quartalsweise gemeinsam mit den Use-Case-Ownern und der Governance-Verantwortung durch. Neue Use Cases kommen dazu, abgeschlossene Piloten wandern in „Skalierung“ oder „Eingestellt“, und die Matrix-Einstufung wird neu geprüft, wenn sich das Datenfundament verändert hat.

Risiken und Grenzen

Eine Roadmap löst nicht jedes Problem. 5 Fehler tauchen regelmäßig auf.

  • Die Roadmap wird zum Wunschzettel: Wenn jeder Fachbereich seine Idee unterbringt und niemand streicht, wächst die Liste, ohne dass die Umsetzung schneller wird.
  • Governance wird nachgelagert statt parallel geplant: Der häufigste Verzug entsteht, wenn ein Pilot technisch fertig ist, die Datenschutzprüfung aber erst dann beginnt.
  • Die Roadmap bleibt statisch: Ohne Pflege verliert sie nach einem Quartal ihren Wert, denn Piloten-Erkenntnisse, neue Prioritäten und neue Fristen gehören eingearbeitet.
  • Abhängigkeiten werden übersehen: Ein Use Case auf fehlendem Datenfundament gehört nicht in dieselbe Priorität wie ein sofort startbarer, sonst verzögert sich der gesamte Pilot.
  • Zahlen ohne Grundlage: Wirkungshöhe, Zeiträume und Kosten sind Schätzungen mit Annahmen, keine Zusagen und erst recht keine garantierten Einsparungen.

Und eine Grenze dieses Artikels selbst: Er beschreibt eine Methode, kennt aber weder dein Unternehmen noch deine Datenlage. Ob dein größter Quick Win im Support, im Vertrieb oder im Backoffice liegt, zeigt erst die Bewertung deiner eigenen Use Cases. Wenn du diese Bewertung gemeinsam mit uns machen willst: Unser Beratungsangebot mit Prozess-Audit und Roadmap-Entwicklung findest du auf der Startseite. Ein kostenloses Erstgespräch klärt in 45 Minuten den nächsten Schritt.

Checkliste: KI-Roadmap erstellen

Diese 12 Punkte prüfst du vor dem Start.

  1. Wir haben eine bewertete Use-Case-Liste, keine unsortierte Ideensammlung.

  2. Jeder Use Case ist über die Sequenzierungs-Matrix einem Feld zugeordnet (Quick Win, Fundament zuerst, Später, Vermeiden).

  3. Abhängigkeiten zwischen Use Cases sind sichtbar gemacht, bevor priorisiert wird.

  4. Pro Quartal sind maximal 1 bis 2 Piloten gleichzeitig eingeplant.

  5. Jeder Pilot hat engen Scope, feste Laufzeit, vorher definierte Erfolgskriterien und ein echtes Enddatum.

  6. Der Governance-Track (Datenschutz, Nutzungsrichtlinie, KI-Kompetenz, AI-Act-Einstufung) läuft mit eigenen Meilensteinen parallel zu den fachlichen Piloten.

  7. Die KI-Kompetenzpflicht aus Artikel 4 der KI-Verordnung ist für alle betroffenen Mitarbeitenden erfüllt oder terminiert.

  8. Jeder Use Case hat vorher festgelegte, vor und nach dem Pilot gemessene Kennzahlen.

  9. Es gibt einen quartalsweisen Statuscheck des gesamten Roadmap-Portfolios gegen die ursprüngliche Priorisierung.

  10. Die Roadmap liegt als lebendes Board vor, nicht als einmaliges Dokument.

  11. Zeiträume, Aufwände und erwarteter Nutzen sind als Bandbreiten mit genannten Annahmen kommuniziert, nicht als Zusagen.

  12. Es ist geklärt, wer die Roadmap pflegt: eine benannte Verantwortung, kein „macht sich von selbst“.

Wie du die einzelnen Use Cases sammelst und bewertest, vertieft der Cluster-Artikel zu KI-Use-Cases. Die Detailplanung eines einzelnen Piloten, von Testgruppe bis Auswertung, behandelt der Artikel zum KI-Pilotprojekt. Beide gehören zum Themen-Cluster KI-Strategie.

Häufige Fragen

5 Fragen, kurz beantwortet.

Was gehört in eine KI-Roadmap?

Eine bewertete und priorisierte Use-Case-Liste, eine zeitliche Sequenz aus Pilot- und Skalierungsphasen, ein paralleler Governance-Track sowie messbare Meilensteine je Use Case. Sie ist ein rollierendes Portfolio, kein einmaliges Dokument.

Wie priorisiert man Use Cases?

Nach Wirkungshöhe und Abhängigkeitsgrad, nicht nach theoretischem Potenzial. Eine einfache Vier-Felder-Matrix trennt schnelle Quick Wins von Fällen, die erst ein Datenfundament brauchen, und macht sichtbar, was besser wartet.

Wie plant man Piloten?

Mit engem Scope, fester Laufzeit von typischerweise sechs bis zwölf Wochen, vorher definierten Erfolgskriterien und einem echten Enddatum mit Entscheidung: ausrollen, anpassen oder einstellen. Mehrere Piloten parallel verwässern meist die Aufmerksamkeit.

Welche Governance-Arbeit läuft parallel?

Datenschutz- und Auftragsverarbeitungsprüfung, eine kurze KI-Nutzungsrichtlinie, die KI-Kompetenzpflicht aus Artikel 4 der KI-Verordnung und die Vorbereitung auf die ab August 2026 breiter greifenden AI-Act-Pflichten. Governance läuft neben den Piloten, nicht danach.

Wie wird Fortschritt messbar?

Über vorher festgelegte Kennzahlen je Use Case (etwa Bearbeitungszeit, Fehlerquote oder Nutzungsgrad), gemessen vor und nach dem Pilot, plus ein quartalsweiser Statuscheck des gesamten Roadmap-Portfolios gegen die ursprüngliche Priorisierung.

Quellen

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